|
Mukopolysaccharidose
Mukopolysaccharidosen
(MPS) werden zur Gruppe der lysosomalen Speicherkrankheiten
gerechnet. Sie beruhen auf vererbbaren Störungen des enzymatischen
Abbaus der sauren Mukopolysaccharide (Glykosaminoglykane) durch
lysosomale Hydrolasen. Die nicht-abgebauten Glykosaminglykane
werden in den Lysosomen gespeichert. Die Speicherung dieser
Substrate führt schließlich zu Störungen des zellulären
Stoffwechsels und in schweren Fällen zum Zelltod. Betroffen sind
vor allem Gewebe des Skelettsystems, des ZNS, viszeraler Organe,
der Haut und des Endokards.
Es werden vier Typen von
Glykosaminoglykanen gespeichert. Je nach unterschiedlichem
Verteilungsmuster, und nach klinischen Kriterien lassen sich dabei
verschiedene Hauptformen der Mukopolysaccharidosen unterscheiden,
die wiederum in verschiedene Subtypen unterteilt werden.
Diese Subtypen bezeichnen
entweder verschiedene klinische Erscheinungsbilder desselben
Enzymdefektes (z. B. milde und schwere Form eines Morbus Hunter)
oder aber unterschiedliche biochemische Defekte eines klinischen
Erscheinungsbildes (z. B. Morquio A und B).
Bei fast allen Typen gibt es
schwere und mild verlaufende Formen. Eine Zuordnung ist nur durch
den klinischen Verlauf und die Geschwindigkeit, mit der die
Krankheit fortschreitet, möglich.
LINK:
WIKIPEDIA
pdf-Info über die Krankheit MPS |